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Katrin Reichert
(siehe www.katrin-reichert.de)

Jahrgang 1969, eine ehemalige DDR-Bürgerin, die wie viele andere nach der Wiedervereinigung in den Westen kam, um ihr Glück zu versuchen. Sie ließ sich zuerst in Hessen nieder, fand sehr schnell Arbeit und ihr Leben verlief in normalen Zügen.1994 wurde sie bei einem Verkehrsunfall schwer verletzt. Einem wochenlangen Krankenhausaufenthalt schloss sich eine REHA-Maßnahme an. Während der REHA lernte sie ihren späteren Ehemann Norbert kennen. Sie zog zu ihm nach Unterfranken in sein Elternhaus. Dort lebten Norberts Mutter und seine beiden Schwestern. Die Schwestern, beide bereits Ende 30, lebten noch in ihren Kinderzimmern, was in Unterfranken anscheinend nicht ungewöhnlich ist. Norbert bewohnte eine kleine Wohnung unterm Dach. Sie heirateten und zwei Kinder wurden geboren. Für Katrin Reichert, als gelernte DDR-Bürgerin, mit einer kräftigen Portion Selbstbewusstsein ausgestattet, taten- und risikofreudig, sollte nun eine Ära des Lebens beginnen, die niemand für möglich gehalten hätte.

Der Fall Katrin Reichert ist und bleibt nicht die Einzige Schande für die bayerische Justiz. Mittelalterliche Vorstellungen, geprägt durch einen katholischen Fundamentalismus, unter Missbrauch geltenden Rechts, wurden Katrin Reichert und ihre beiden in Unterfranken geborenen Kinder Opfer einer menschenverachtenden Familiengerichtsbarkeit. Ausschlaggebend hierfür war wiederum ein Gutachten des Dr. Helmuth Finster aus Dittelbrunn.

Katrin Reichert und ihre Kinder sollten nun über 4 Jahre in Deutschland im Untergrund leben, gesucht wie Schwerverbrecher von einer Staatsanwaltschaft, deren Methoden nicht nur mehr als fragwürdig sind, sondern schlichtweg rechtswidrig.